10 TRICKS | Räume zum Erholen und Entspannen gestalten| Teil 1 von 2

Ruheräume gestalten

10 Tricks, wie Sie Schritt für Schritt Räume zur Erholung und Entspannung gestalten – unabhängig eines individuellen Geschmacks!

Sie kommen abends nach Hause, und kaum haben Sie Ihre Wohnung betreten, schon stellt sich anstatt der feierabendlichen Entspannung eher Unzufriedenheit ein. Sie fühlen sich alles andere als willkommen – und schon gar nicht entspannt.

 

Sei es, dass Sie überall wartende ToDo’s sehen: Einkäufe sind wegzuräumen, der Bügelwäschekorb mahnt seit Tagen, oder Ihr Zuhause lädt Sie grundsätzlich nicht zur Erholung und zum Abschalten ein.

 

Wie schön war’s doch im letzten Urlaub – Sie denken wehmütig an das Hotel zurück, in dem Sie den Tag nur mit Ruhe und Auftanken verbrachten, alle Ihre Bücher lesen konnten, sich Muße und Erholung einstellten – nichts ablenkte – Urlaub eben!… So einen Raum, wie das Kaminzimmer im Hotel müsste man zu Hause auch haben…..

 

Leicht gesagt, Urlaub ist Urlaub, Alltag ist Alltag. Sehen Sie genauer hin, stecken jedoch eine Fülle von wohnlichen Anregungen und Tricks in der  entspannenden Wirkung solch professionell gestalteter Räume für „Urlaub im Alltag“.

 

Ganz gleich, ob Sie für sich zu Hause Entspannung suchen, oder in Ihren Geschäftsräumen, die Erholung Ihrer Kunden fördern (wenn Sie z.B. als Kosmetikerin, Coach, Physiotherapeut oder Heilpraktiker etc. tätig sind) oder ein Hotel führen.

 

Mit folgenden Tipps erkennen Sie Hindernisse und erzielen mit meinen 10 Tricks Schritt für Schritt eine Raumgestaltung, die Entspannung fördert –  unabhängig eines individuellen Geschmacks!

Entspannung ist ein innerer Zustand

BEVOR SIE STARTEN   Machen Sie Fotos Ihrer Räume aus mehreren Blickwinkeln. Drucken Sie diese mindestens in 20x30cm aus und überprüfen Sie diese anhand meiner 10 Tricks. Sie werden staunen, was Sie  alles entdecken, was Ihnen „life“ nicht auffällt, und wie Sie Schritt für Schritt schnell und ohne große Neuanschaffungen Abhilfe schaffen.

 

Eine Entspannung fördernde Umgebung  erzielen Sie garantiert mit diesen 10 Tricks

  1. Hindernis | REIZÜBERFLUTUNG

Erschöpfung und das Bedürfnis, aufzutanken, endlich Ruhe zu finden, entsteht meist, wenn die Reize um uns herum zu viel sind. Wenn, der Gegenpol, eine reizarme Umgebung, zu kurz kommt. Viele meiner Kunden sind erstaunt, welche Reize ich hier bereits dazu zähle, und wie sich diese im Laufe eines Tages summieren:

Sehen Sie sich morgens in Ihrem Badezimmer oder in der Küche um: meist fängt der Tag mit einer Fülle von bunten Verpackungen vor der Nase an, ob nun Cornflakes, Milchtüte, Kakaopackung, Honigglas: überall eine Flut an Farben, Schriften, Informationen.

 

Nebenbei läuft das Radio mit dem charmanten Moderator, der uns mit allerlei Reizen fürs Ohr wach plappert. Egal ob im Auto oder im Bus zur Arbeit: Trubel, viele Menschen, Lärm, bunte Werbeflächen, Gerüche, eintreffende sms, whats apps,  Handy-Gespräche von Fremden, die Sie unweigerlich mitbekommen. In der Arbeit geht die Hektik dann in der Regel fremdbestimmt weiter…

 

Reizüberflutung noch bevor Sie die ersten Emails gecheckt haben, den AB abgehört, Ihre Arbeit überhaupt starten können. Und dann kommen Sie nach Hause und fragen sich, wann endlich wieder Urlaub ist, obwohl Sie Ihren Beruf richtig gerne ausüben.

 

  1. TRICK | REIZE MINIMIEREN und ÄUSSERE RUHE SCHAFFEN

Zum Entspannen benötigen Sie reizarme Räume. Dies sind Räume, in denen Augen, Gedanken und Körper gute Voraussetzungen haben, zur Ruhe zu kommen.

Äußere Ruhe schafft innere Ruhe

Über eine eher minimalistische Einrichtung bis hin zu einer Ordnung, die die Gewissheit aussendet, dass alles aufgeräumt und getan ist. Sich also Entspannung einstellen darf, erzielen Sie erste Schritte zu einer inneren Ruhe.  Weniger ist hier eindeutig mehr.

 

Denken Sie an das Hotelzimmer zurück, das Ihnen so gefallen hat, und stellen Sie sich dies noch angereichert mit Ihren persönlichen Dingen vor.  Da entsteht gedanklich ein Ort mit großer Anziehungskraft.

 

Über die weitreichende Wirkung des Ausmistens gehe ich an dieser Stelle nicht weiter ein. Klar ist dass zu viele Dinge in einem Raum Stress begünstigen und der Spruch:

Kontrolliere die Dinge, bevor sie Dich kontrollieren

längst der täglichen Wirklichkeit entspricht. Was die morgendliche Reizüberflutung anbelangt, schaffen bereits neutrale Vorratsbehälter aus Glas Abhilfe bei zu vielen bunten Verpackungen.

 

Die Medien sind vor allem im Frühling voll von Tipps zum Thema Ausmisten. Doch meist verpufft der Effekt mit einer einzelnen Aktion. Wie Sie garantiert langfristig und erfolgreich Ihre Dinge in den Griff bekommen und am Ende nur noch Gegenstände um sich haben, die Sie wirklich lieben (!), erfahren Sie mit der Magic Cleaning – Methode.  Für mich DIE REVOLUTION  im Loslassen und Aufräumen. Lesen Sie mehr dazu im gleichnamigen Buch von Marie Kondo

2. Hindernis | ZU VIELE MÖBEL

 

Ich hatte in einem anderen Artikel, siehe DIE 6 DONT’S des EINRICHTEN | Teil 2 schon ausführlich darüber geschrieben. Räume, die nach dem Prinzip: da ist noch Platz für…. (ein Regal, ein Schränkchen, ein Tischchen etc,) nach und nach vollgestellt wurden, muten irgendwann wie Möbelausstellungen an. – keine Balance zwischen Nutzwert und Wohnlichkeit oder gar ein Gefühl von Entspannung, das so aufkommen kann.

2. TRICK | RAUMAUFTEILUNG und RAUMNUTZUNG ÜBERDENKEN

 

Nur so viele Einrichtungsgegenstände wie nötig, jedoch nicht zu wenige, damit Purismus nicht zur unbehaglichen Leere mutiert.

 

Für einen privaten Rückzugsort inklusive Officebereich könnte dies so aussehen:

  • ein bequemes Sofa
  • ein Sessel mit Hocker, der mit einem Tablett versehen auch als Tisch verwendet werden kann
  • ein Sekretär mit Schubladen zum Verstauen von Büromaterial plus bequemer Stuhl
  • einen Bücher- und Ordnerschrank mit Türen, anstatt eines offenen Regals
  • Leere zulassen, nicht jede Wand vollstellen
  • Bevor Sie ein neues Regal anschaffen, überlegen, ob nicht das alte genug Platz bietet und Sie stattdessen eher Dinge entsorgen

 

Bei kleinen Wohnungen bieten sich zu einer optischen Unterteilung Paravents |  Raumteiler an. Maximal ein Raumteiler pro Raum. Dahinter gestalten Sie entweder Ihre minimalistische Ruhezone oder „verstecken“ Ihre Bügelwäsche sowie alles andere, was Sie am Abschalten hindert aber öfters nutzen, also nicht in den Keller stellen möchten.

3. Hindernis |  OPTISCHE UNRUHE

 

Ein harmonisches Ergebnis ist selbst bei  einer minimalen Möblierung noch keine Garantie!

3. TRICK | SYMMETRIEN SCHAFFEN

 

Dies geht relativ schnell und oft mit einfachen Mitteln

 

  • Auf Konsolen Leuchten paarweise aufstellen
  • Links und Rechts einer Tür jeweils einen Beistelltisch und eine Vase sowie jeweils 2-3 Bilderrahmen darauf platzieren
  • Wenn Sie Pflanzen mögen, diese größer kaufen und paarweise in identischen Töpfen aufstellen, anstatt eine Truppe an eingestaubten Minikakteen…..
  • Symmetrien erreichen Sie auch durch die Wiederholung von Farben im Raum. Beispiel: die Wände sind hell, hinzu kommt ein dunkelbraunes Parkett, das Sofa ist sandfarben, kommt nun eine Kontrastfarbe, wie z.B. Petrol, hinzu, sollte diese mindestens zweimal vorkommen – also 2 Vasen, zwei Kissen oder zwei Lampenfüße in dieser Kontrastfarbe

4. Hindernis |  BÜCHER WOHIN DAS AUGE SIEHT

 

Buchrücken sind ein Thema für sich. Vielleicht lieben Sie es, alles mit Büchern vollzustellen. Doch auch wenn Sie Bücher lieben, überdenken Sie, ob Sie wirklich alle davon noch brauchen, und ob wirklich jede Wand und jedes Regal damit „tapeziert“ sein muss.

 

4. TRICK | AUSSORTIEREN und den DINGEN FESTE ORTE ZUWEISEN

 

Selbst die sehr ästhetischen  Bibliotheken von PASCHEN kommen nur zur Geltung, wenn sie der Mittelpunkt eines Raumes sind und die restlichen Wände buchfrei bleiben. Halten Sie den Ort, den Sie besonders reizarm gestalten möchten, minimalistisch. „Verstecken“  Sie Bücher hinter Schrankfronten.

 

Die Bücher und Magazine, die Sie gerade lesen, legen Sie griffbereit in die Nähe des Sofas oder in einen dekorativen Korb. Aber: lassen Sie die Stapel nicht wieder anwachsen. Sind Sie bereits im Aussortieren geübt, so experimentieren Sie mit 2-3 Stapeln Bildbänden und / oder Magazinen, die Sie nebeneinander als Blickfang platzieren. Ihre Lieblingscover nach oben.

 

10 TRICKS | Räume zum Erholen und Entspannen gestalten| Teil 1 von 2

5. Hindernis | ZU VIELE FARBEN UND MUSTER 

 

Im Laufe der Jahre hat sich einiges angesammelt, was bunt, lebhaft gemustert und alles in allem wetteifernd um Aufmerksamkeit kämpft.

5. TRICK | GOSSE FLÄCHEN NEUTRALISIEREN, FARBEN und MUSTER MINIMIEREN

 

Wände und den Boden neutral halten: Verwenden Sie „leise“ Töne wie: Grau-, Beige und Weißnuancen. Achtung: hier auf die Untertöne der Farben achten, damit diese harmonieren. Im Farbengeschäft erfahren Sie mehr über Untertöne von Farben. Gemeint ist damit, dass ein Beige z.B. einen Hauch Grün haben kann, oder eher ins Gelb geht etc..

 

Für Kontrast eher kein Schwarz verwenden. Eine gute Alternative hierzu sind Anthrazit und Espressobraun. Lesen Sie hierzu auch meinen Artikel über die 10 Geheimnisse von Wohnfarben.

 

 

Für Farb-Akzente nehmen Sie am besten nur eine Kontrast-Farbe. Sie sollte zu den sonst neutral gehaltenen großen Flächen wie Boden und Wänden passen. Koralle, Orange als auch sonnige Gelbtöne, soweit diese farblich in Frage kommen, schaffen optische Wärme und Geborgenheit. Setzen Sie diese ein bei jahreszeitlich austauschbaren Kissen, Kerzen oder Plaids.

 

Das gleiche gilt für Muster: entscheiden Sie sich für ein Muster: Streifen oder Blumen oder Punkte oder Jacquard, und setzen Sie dies, farblich passend, minimalistisch und austauschbar – bei Kissenhüllen, Plaids, abnehmbaren Sofabezügen –  ein.

Lesen Sie in Teil 2 weitere 5 Tricks zu einer Raumgestaltung, die Erholung und Entspannung fördert. Wie halten Sie es mit der Reizüberflutung? Wie zufrieden sind Sie mit Ihrer derzeitigen Wohnsituation?

MARTINA VELMEDEN

Personal Branding für Lebens(t)räume

Als Interior Stylistin und Einrichtungsexpertin entwickle ich seit 18 Jahren Konzepte für persönliche Lebens(t)Räume – Räume mit einer einzigartigen Handschrift – einem Personal Branding.

Lassen Sie uns in einem unverbindlichen, kostenfreien ERSTGESPRÄCH gemeinsam herausfinden, wie ich Sie bei der Entwicklung Ihres Personal Brandings unterstützen darf.

Ich freue mich auf Ihre Nachricht. Martina Velmeden

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