10 TRICKS | Räume zum Erholen und Entspannen gestalten| Teil 2 von 2

10 TRICKS, wie Sie Räume zum Erholen und Entspannen gestalten, Teil 2

Mit folgenden Tipps gestalten Sie Schritt für Schritt Räume, die Entspannung fördern – unabhängig eines individuellen Geschmacks!

In Teil 1 der 10 Tricks | Räume zum Erholen und Entspannen gestalten lesen sie, warum Sie Räume brauchen, die Rückzug und Erholung fördern.

 

Hier in Teil 2 sind 5 weitere Tricks, wie Sie sich Schritt für Schritt mindestens ein Zimmer Ihres Zuhauses als Ruhezone gestalten, um dort nach einem lebhaften Tag die Seele baumeln zu lassen.

 

Auch wenn Sie beruflich die Erholung von Menschen fördern (z.B. als Kosmetikerin, Coach, Physiotherapeut oder Heilpraktiker etc.) oder ein Hotel führen, gibt es sicher noch die ein oder andere Anregung für optimalere Gestaltung.  Ganz gleich, ob Sie für sich zu Hause Entspannung suchen, oder in Ihren Geschäftsräumen, die Erholung Ihrer Kunden fördern.

 

 

Wenn Sie Fragen zu Teil 1 oder diesem Teil haben, wenn Sie nicht wissen, wie Sie einen Anfang schaffen, oder wenn Sie sich bereits in der Umsetzung befinden und ins Stocken geraten sind, oder das Ergebnis doch nicht so ausfällt, wie gewünscht... Vielleicht ist das der Zeitpunkt, sind für einige Stunden professionelle Unterstützung zu holen. Ich freue mich über eine Email an mv@martina-velmeden.de

 Bei den ersten 5 Schritten in Teil 1 geht es um 

 

1) das Schaffen äußerer, optischer Ruhe – bei vielen Menschen die Grundvoraussetzung für innere Ruhe
2) die Raumaufteilung und Menge an benötigten Möbeln
3) das Kreieren von Symmetrien und Wiederholungen
4) wie Sie Ihre Bücherflut stilsicher in den Griff bekommen
5) Auswahl, Einsatz und Kombination von Farben und Mustern

 

Erkennen Sie weitere 5 Hindernisse und erzielen Sie Schritt für Schritt eine Raumgestaltung, die Entspannung fördert –  unabhängig eines individuellen Geschmacks! 

6. Hindernis | MATERIALIEN

 

Instinktiv wissen Sie es: Leder, Stahl, Fliesen und Glas erinnern an Wartebereiche stylischer Autohäuser….Dort sitzen Sie, wie mit einem Bügelbrett im Rücken, auf einem schwarzen Ledersofa in einer noch weniger einladenden Halle, während der Verkäufer Ihnen Espresso sowie die neusten Materialmuster für eine Innenausstattung bringt.

 

Sie verschwenden keinen Gedanken daran, dass so Ihr Sehnsuchtsort aussehen könnte – cool und zweckmäßig eben. Als Sie jedoch letztens in dem kleinen Designhotel in Berlin waren, wollten Sie gar nicht mehr weg. Sie waren hin und weg bei so viel Behaglichkeit und Ruhe, die schon mit den ersten Schritten auf dem dicken, taupefarbenem Teppich in der Lobby zu spüren war und sich dann in Ihrem minimalistischen, aber kuscheligem Hotelzimmer fortsetzte. Hier wären Sie gerne länger als nur ein Wochenende geblieben…

 

 

6. TRICK | Mit NATÜRLICHEN MATERIALIEN BEHAGLICHKEIT SCHAFFEN

 

Materialien, die optische Behaglichkeit ausstrahlen und Lust machen, berührt zu werden, fördern Entspannung:  Holz, Seide, Baumwolle, Leinen, Wolle und Kaschmir machen Lust darauf, berührt zu werden. Nicht nur haptisch veranlagte Menschen spüren  den Unterschied zu Glas, Stahl und Fliesen.

Tipp an Rande

Sowohl für Kissenfüllungen auf dem Sofa als auch für Bettdecken empfehle ich stets Federn oder Daunen. Wenn Sie nicht Allergiker sind, haben diese Füllungen drei Vorteile

 

1) sie geben dem Kissen oder der Decke über viele Jahre deutlich mehr Stand, lassen sich aufschütteln, klumpen wenig
2) Federn haben ein eigenes Geräusch, das sich nach Qualität anhört, genauso wie das Seidenpapier, das Sie aus Ihrem neuen edlen Herrenhemd ziehen.
3) Je natürlicher und hochwertiger alle Materialien sind, mit denen Sie sich umgeben, desto positiver werden Ihre Sinne sowie ihr Selbstwertgefühl angesprochen!

 

Probieren Sie es aus! Weniger ist dabei mehr, investieren Sie dafür eher in wenigere Stücke, aber dafür in hochwertigere Qualitäten.

7. Hindernis | LICHT und BELEUCHTUNG

 

Kennen Sie folgendes? Ein Raum ist zwar nach Ihrem Geschmack eingerichtet, es stehen Ihre Lieblingsstücke darin, doch trotzdem stellt sich das Wohlbefinden, das Sie sich wünschen, nicht ein. Dafür gibt es meist eine sprichwörtlich „einleuchtende“ Erklärung: es liegt an der Lichtsituation und was Sie daraus gemacht haben.

7.  TRICK | TAGESLICHT GESCHICKT NUTZEN UND LICHTINSELN SCHAFFEN

 

Ich fange stets mit dem natürlichen Licht, dem Tageslicht an. Sonne sollte genutzt werden, höchstens mit Hilfe von sehr dünnen, lichtdurchlässigen Vorhängen oder verstellbaren Holzjalousien oder amerikanischen  Shuttern „gedimmt“ werden.

 

Diese haben noch die gestalterisch interessante Wirkung, sie werfen dekorative Schatten auf Wände, Böden und Möbel. Um zur Ruhe zu kommen sind dies beides gute Möglichkeiten, optisch Unerwünschtes vor dem Fester auszublenden und dennoch das Licht zu nutzen.

 

Bei der Wahl der künstlichen Beleuchtung in Form von Lampen oder Leuchten denken Sie an alle Jahreszeiten und an die Tage, an denen es kaum hell wird. In meinen Projekten empfehle ich Deckenleuchten meist nur über Esstischen sowie in Treppenhäusern, ansonsten plädiere ich für in die Decke eingelassene, dimmbare sowie getrennt schaltbare „Ketten“ von warmlichtigen Strahlern. Diese geben Räumen Struktur, ein Grundlicht, und es lassen sich so auch einzelne Möbel sowie Objekte gut beleuchten.

8. Hindernis | TEXTILIEN FEHLEN ODER WIRKEN NICHT BEHAGLICH

 

Textilien möchten wir im idealsten Fall sofort anfassen, an die Haut halten, darin kuscheln, uns darauf setzen, und uns damit umgeben. Meine 10 Tricks folgen nur bedingt einer Rangordnung.

 

Räume gestalten heißt sicher, mit dem leeren Raum anzufangen, sich Stück für Stück dem nächst Kleineren zuzuwenden, weil alles aufeinander aufbaut, sich ergänzt und am „Ende“ ein stimmiges Ganzes ergibt.

 

Textilien erwähne ich hier an 8. Stelle, doch sie spielen in fast allen Etappen eine wichtige Rolle. Textilien, ob in Form von Tapeten, Vorhängen oder Sitzpolstern, ganz gleich – sie bestimmen neben Licht und einer ruhigen äußeren Grundordnung am meisten, ob wir uns in einem Raum entspannen können.

 

Die Abwesenheit von Textilien schafft im schlechtesten Fall die obig erwähnte Atmosphäre eines Autohauses oder lässt an sich schöne Räume mit hohen Decken unangenehm „hallen“.

8. TRICK | TEXTILIEN FÜR  OPTISCHE UND HAPTISCHE SINNLICHKEIT fördern ERHOLUNG

 

  • Das können Vorhänge, textile Tapeten, Raffrollos, ein Teppich, als auch Kissen sein
  • In einer Praxis bietet sich ebenso ein stoffliches Raffrollo anstatt der üblichen Vertikaljalousien an, ein waschbares Plaid, abnehmbare    Kissenbezüge in Wartezimmern etc.
  • Achten Sie bei der Anschaffung stets auf die Farbharmonie
  • Nehmen Sie vorhandene Farbmuster beim Einkauf mit
  • Unterschiedliche Materialien innerhalb einer Farbrichtung variieren im Idealfall in Farbabstufungen, damit es nicht eintönig aussieht
  • Beispiel: Leinen und Wolle oder Baumwolle und Seide etc.. aber stets im gleichen Grundton

Mein Tipp für optische Erholung im Handumdrehen

 

Bettwäsche einfarbig wählen. Probieren Sie creme, oder helles blau, wenn Sie Weiß zu kalt empfinden. Experimentiere Sie mit Leinen, Jersey und Damast. Für Farbabwechslung bieten sich rechteckige Zusatzkissen in 40 x80cm.

9.  Hindernis | SIE SIND STETS  „eingeloggt“,  „verkabelt“ und „auf standby“

 

Kabelwirrwarr, Fernseher, Radio, das Smartphone in der Hosentasche – hört sich nicht nach Entspannung an. Ich erzähle da nichts Neues, und weiß selbst, dass es nicht leicht ist, nicht doch noch mal eben die mails zu checken oder auf einen Piepton zu reagieren.

 

9. TRICK | ELEKTRONIK VERBANNEN oder DEKORATIV  UMORGANISIEREN

 

  • Handy aus
  • Musik zur Entspannung ist eine Frage Ihrer Art, entspannen zu können
  • Versuchen Sie, einen Raum frei von Elektronik zu halten, dies sollte bei Schlaf- und Kinderzimmer Standard sein, also dort keinen zweiten Fernseher aufstellen
  • Bei genügend Zimmern bietet sich ein Fernsehzimmer an, sodass ungestörtes Lesen, Musikhören und Fernsehen nicht den Familienfrieden tangieren
  • Haben Sie das Wohnzimmer als Raum für Erholung ausgewählt, empfehle ich Möbel (wie in Hotels), hinter deren Fronten sich Ihr Fernseher etc. scheinbar unsichtbar verschwinden lässt

10.  Hindernis | BILDERFLUT , ACCESSOIRES, PFLANZEN und BLUMEN wohin das Auge blickt…

Fotos, Bilder, mit Magneten am Kühlschrank befestigte Schnappschüsse, kaum mehr freie Wände…… Sie haben quasi ein großes Herz, stellen jedes Foto auf und bringen von jeder Kunstausstellung ein Plakat mit,  für das sie später noch ein „Wandstück“ finden.

 

Kommen Sie mit dem alltäglichen Gießen und Abstauben noch hinterher? Finden Sie für jeden Kaktus der Ihnen geschenkt wird, noch ein „Plätzchen“?  Quellen Ihre Regale, Schränke und Fensterbretter über, bei so vielen Vasen und Übertöpfen?

 

10.  TRICK | ABWARTEN UND TEETRINKEN,  QUALITÄT UND WIEDERHOLUNGEN BEACHTEN

 

Wenn Sie Kunstsammler(in) sind, stehen Ihre Lieblingsobjekte fraglos stets im Mittelpunkt. Doch auch hier gilt, dass nicht alle miteinander um den besten Platz wettstreiten, vielmehr jedes Objekt und Gemälde die Chance hat, im Mittelpunkt zu stehen, alles andere in die 2. Reihe verwiesen wird.

 

Für alle anderen Sammler mit großem Herz gilt: wenn Sie jetzt schon mal an diesem Punkt angekommen sind, sich Schritt für Schritt in einem Raum bis hierher „vorgewagt“ haben, genießen Sie das Erreichte, und lassen Sie sich mit Bildern noch Zeit.

Warten Sie ab und trinken Sie Tee, im wahrsten Sinnes des Wortes, denn Sie haben es sich verdient! Übrigens: Tee sowie andere warme Getränke sind fast ein Garant für ein Gefühl von Entspannung

Für optische Ruhe sind Anzahl an Fotos und Bildern überschaubar zu halten: 3-5 schöne Rahmen auf einem Tisch, dies genügt. Nicht jede Wand mit einem großformatigen Bild versehen. stellen Sie größere Bilder erst mal auf den Boden, bevor Sie ein Loch in die Wand hämmern. warten Sie ab, Sie merken schnell, was gerade jetzt ein Zuviel wäre.

Weniger ist Mehr und eine äußere Ruhe schafft innere Ruhe

10 TRICKS | Räume zum Erholen und Entspannen gestalten| Teil 2 von 2

Wenn Sie Zimmerpflanzen verwenden möchten dann lieber nur eine Sorte. Diese sollte jedoch wirklich ein optischer Genuss sein. Also nicht vor sich „hinkränkelnde“ Pflanzen verwenden. Ebenso gilt: Je schöner und edler der Topf, desto schlichter darf die Pflanze oder die Blume sein. Am besten wirken Pflanzen für optische Ruhe in gleichen Töpfen paarweise aufgestellt.

 

Wenn Sie an diesem Punkt angelangt sind, sind bereits Fotos, Bilder, Kissen, Plaids, Blumen und Pflanzen als auch Bücher im Raum verteilt. Fügen Sie jetzt nur noch unbedingte Lieblingsstücke hinzu. Bei mir ist es beispielsweise ein Kompass, den ich mir von einer Reise mitgebracht habe, ein Fächer aus China, Pinsel aus Japan. Es sollten unbedingt persönliche Dinge sein – zumal Sie Ihren Raum gestalten.

 

Zu guter Letzt: Dezente Raumdüfte, wie von Dyptique etc.  wirken zusätzlich entspannend. Lesen Sie hierzu auch meinen Artikel über Raumdüfte und wie Sie diese auswählen.

FAZIT: Sicher wenden Sie bereits den ein oder andere Trick schon an, haben Erfahrung im Weglassen, Hinzufügen und Verändern gesammelt.

MARTINA VELMEDEN

Als Interior Stylistin und Einrichtungsexpertin unterstütze ich meine KundInnen mit Konzepten und Entscheidungsvorlagen für die Gestaltung ihrer persönlichen Lebens(t)Räume.

Wie darf ich Sie unterstützen?

Ich freue mich auf Ihre Nachricht. Herzlich, Martina Velmeden

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