Träumen Sie schön! – Oder was hindert Sie daran?

9 Tricks - Wie Sie im Schlafzimmer für guten Schlaf sorgen

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Schlaf ist idealerweise eine tägliche Reise – und Dank unserer Fähigkeit zu träumen, oftmals eine abenteuerliche noch dazu. Was wäre wenn – Sie abends mit Freude sogar eher ins Bett gingen?

 

Noch genüsslich in entspannenden Büchern schmökerten, bis sich tiefer, langer und erholsamer Schlaf von allein einstellt? Was Sie dazu brauchen? Eine Umgebung, die Sie und Ihren Schlaf anzieht! Es funktioniert…

Sind Sie heute wieder erschöpft aufgewacht? Nicht so richtig in der Form, in der Sie allem trotzen könnten. In der Sie spielend Ihre geplanten Dinge und alles, was da noch so kommen mag, „wuppen“  könnten.

 

Sie stehen vor dem Schrank, nichts springt Sie an, was Sie gerne anziehen möchten. Eigentlich ist alles zu viel. Gewohnte Abläufe kosten Überwindung und eindeutig zu viel Kraft. Mehrere Tage am Stück in diesem Zustand, gepusht durch Koffein oder gar andere Hilfsmittel, sorgen schließlich für den Eindruck, man sei nicht mehr man selbst.

 

Um gut schlafen zu können, pflege ich seit Kindheit die konservative, analoge Gewohnheit, abends noch ein paar Seiten zu lesen oder zu schreiben. Dies lenkt ab, bringt mir die Geschichten und Sichtweisen anderer Menschen näher und relativiert oft auf schöne Weise meine eigenen Geschichten.

 

Angeregt durch ein wirklich lesenswertes und kürzlich erschienenes Buch „THRIVE“  von Arianna Huffington, widme ich diesen Beitrag dem Thema Schlaf aus Sicht einer Einrichterin.

 

Frau Huffington beschreibt in einem sehr nachdenklich stimmenden Kapitel, was passiert, wenn wir Schlafmangel aufbauen, um vermeintlich mehr Zeit für Arbeit oder anderes abzuknapsen. Sie veranschaulicht mit vielen aktuellen Studien sowie Fallbeispielen, wie sich (teilweise erschreckend) zu wenig Schlaf auf unseren Körper, unsere Lebensqualität als auch auf unsere Fähigkeit, gute Entscheidungen für uns und für andere fällen zu können, auswirkt.

 

Selbst bei genug eingeplanter Zeit für Ruhe, Rückzug und Schlaf machen sich folgende 9 Tipps zur Steigerung Ihrer Schlafqualität  bemerkbar. Probieren Sie es selbst!

1) Die Wahl Ihrer Matratze

 

Wann haben Sie zuletzt Ihre Matratze ausgetauscht? 7-10 Jahre, ein Richtwert für die Lebensdauer einer handelsüblichen Matratze, sind schnell vorbei. Haben Sie sich jemals bezüglich der Beschaffenheit, Härtegrad oder Matarialzusammensetzung beraten lassen? Nein? Dann ist es jetzt der richtige Zeitpunkt.

 

Gute Fachgeschäfte nehmen sich Zeit für Sie und stimmen die Matratze perfekt auf Ihre Schlafgewohnheiten ab (Sie werden zudem beliefert, und die alte Matratze wird praktischer Weise gleichzeitig entsorgt). Vielleicht schwenken Sie ja sogar gleich auf ein Boxspring – Bett um, das soeben ein Revival erlebt und ursprünglich aus dem Hotel- und Kreuzfahrtschiffbereich kommt.

2) Bestimmen Sie den Kuschelfaktor Ihres Schlafzimmers

 

Selbst wenn Sie Minimalist sind, alles Störende reduzieren, es picobello aufgeräumt lieben. Schlafen ist auch eine Art, unserem Bedürfnis nach Kuscheln nachzukommen. Wer denkt da an blanke Oberflächen?

 

Kuscheln – da kommen gleich Assoziationen zu Federn, Decken, fluffigen Kissen – richtig! Irgendwo zwischen klösterlicher Kargheit (zum richtigen Zeitpunkt jedoch ein Segen) und opulenten Bettenburgen liegt das Maß, das es gilt, individuell herauszufinden.

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Ihr Schlafzimmer braucht weiche, stoffliche Materialien an der richtigen Stelle, um zum Kuscheln und Entspannen einzuladen. Manchmal genügt schon ein Teppich auf dem gewachsten Holzboden, schlichte Vorhänge, zwei zusätzliche Kopfkissen im Querformat 80 x 40cm, die zudem den Nacken beim abendlichen Lesen unterstützen. Finden Sie es heraus.

 

3) Die Wahl Ihrer Verdunkelung | Vorhänge

 

Die einen mögen es so dunkel, dass sie Tag und Nacht nicht unterscheiden können. Dafür sorgen Verdunklungsvorhänge wie im Hotel, die üblicherweise hinter dekorative Vorhänge genäht oder gehängt werden.

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Die anderen lieben es, von der Sonne geweckt zu werden, entscheiden sich daher für lichtdurchlässige, weich fließende Stoffe.

 

Ist es zu hell, stellt sich der tiefe Schlaf in der Regel nicht so gut ein. Eine Lösung bei Fenstern, die sich ggf. nicht so gut verdunkeln lassen, könnte ein Betthimmel oder sogar ein Himmelbett sein.

 

4) Umgeben Sie sich mit persönlichen Dingen?

 

Gerade wenn Sie abends gerne den Tag im Bett ausklingen lassen, noch lesen, dann probieren Sie heute etwas aus: nehmen Sie sich die Muße und lassen aus dieser Perspektive Ihre Blicke schweifen. Machen Sie vielleicht sogar ein Foto (darauf sieht man meist mehr). Was sehen Sie? Etwa die Bügelwäsche, zwei Reisekoffer, eine Flohmarktkiste?

 

Oder ein sinnliches Arrangement aus Vasen, Bildbände, Ihre Lieblingsschale, In der Sie Ihren Schmuck ablegen, Bilderrahmen mit Fotos Ihrer Kinder, die Buddha Sammlung von der letzten Thailandreise?

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Das Schlafzimmer ist der persönlichste Ort in einem Haus - gestalten Sie ihn so persönlich, wie möglich - mit Dingen, an denen Ihr Herz hängt.

5)  Wohnfarben, die Entspannung fördern

 

Wir sind den ganzen Tag visuellen und anderen Reizen und Impulsen ausgesetzt. Nicht alle können wir ausschalten. In den eigenen vier Wänden jedoch schon. Mindestens einen Raum, am besten das Schlafzimmer, daher so gestalten, dass er uns zur Ruhe kommen lässt: neutrale oder gedämpfte Farben für Boden, Wände und Möbel, kuschelige Materialien, zurückhaltende Muster, die mit diesen Farben harmonieren.

Mehr zu Räumen, die Entspannung fördern in Teil 1 sowie Teil 2 meiner gleichnamigen Artikel.

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 6) Ordnung und Sauberkeit

 

Ordnung im Schlafzimmer lässt uns zur Ruhe kommen. Nichts steht herum, was uns ablenkt, an Liegengebliebenes ermahnt. Unsere Lieblingsstücke wecken angenehme Erinnerungen – Bücher schicken uns auf Entdeckungsreise.

 

Wer allergisch ist, für den sind pflegeleichte Oberflächen sinnvoll, sowie möglichst fusselfreie Textilien, ebenso federfreie Bettdecken. Da ich im Sommer oft Heuschnupfen habe, wasche ich Haare abends, damit Blütenpollen nicht mit wandern, zudem wechsle ich häufiger den Kopfkissenbezug.

7) Alles dufte?

 

Mein Schlafzimmer muss nach frischer Wäsche duften – ein bisschen weißer Lavendel darf es auch sein. Dafür habe ich mehrere Duftkerzen im Raum verteilt, die ich jedoch nicht anzünde.

 

Sie verbreiten ihren dezenten Duft auch so, zudem sehen sie in ihren geweißten Gläsern sehr dekorativ aus. Eine Investition in hochwertige Raumdüfte und Duftkerzen ist sinnvoll, weil Düfte unsere Sinne bereichern und beruhigend wirken. Ein paar Tropfen Lavendelöl oder Melissenöl auf einem Stoffkissen erzielen den gleiche Effekt wie eine Duftkerze.

8) Die Bettwäsche

 

Nein, nicht die im 10er Pack aus dem Möbelhaus! Lieber weniger im Schrank, dafür in ein Material investiert, das sich supergut auf der Haut anfühlt. Unbedingt Naturfasern wie Baumwolle oder Leinen verwenden, da diese optimal für Feuchtigkeitsaustausch sorgen und hygienisch zu pflegen sind. Gute Leinenwäsche hält mehr als 10 Jahre und ist jeden Cent wert. Ich bevorzuge cremefarbenes Leinen sowie farblich wechselnde zusätzliche Kopfkissen im Format 80x 40cm. Fündig werden Sie bei Bellora oder Frette.

 

9)  Stets „eingeloggt“, „verkabelt“ und „auf standby“

 

Schlafzimmer sollten frei von Fernseher, Smartphone und Laptop bleiben. Arianna Huffington stützte sich in ihrem oben erwähnten Buch „THRIVE“, auf eine Studie zu dem medizinischen Phänomen, dass Bildschirme die für den Schlaf so wichtige Melantoninproduktion herabsenken oder sogar verhindern.

 

Wie halten Sie es mit ihrem Schlaf? Welche Tricks wenden Sie an, um zur Ruhe zu kommen, welche Farben überwiegen? Haben Sie bereits eins der angesagten Boxspringbetten? Welche Erfahrungen haben Sie damit gemacht?

MARTINA VELMEDEN

Als Interior Stylistin und Einrichtungsexpertin unterstütze ich meine KundInnen mit Konzepten und Entscheidungsvorlagen für die Gestaltung ihrer persönlichen Lebens(t)Räume.

Wie darf ich Sie unterstützen?

Ich freue mich auf Ihre Nachricht. Herzlich, Martina Velmeden

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