BARBARA MAYR von Style Africa | HOME STORY

Portrait Barbara Mayr

Darf ich vorstellen? – Frau Mayr von STYLE AFRICA. Eine neugierige, inspirierende und zupackende Frau, die Sie unbedingt kennen lernen sollten. Mit Ideen vom südafrikanischen Kap und viel Liebe zum Detail gestaltet die Münchnerin erfolgreich die LebensRäume ihrer KundInnen in ganz Europa. Sie reist für ihre Leidenschaft und dies leidenschaftlich gerne.

 

Eine Frau, die Sie spontan auf einen Sauvignon Blanc einladen oder deren Blumen sie versorgen würden, wäre sie Ihre Nachbarin, und wäre sie wieder mal unterwegs nach Südafrika. In jedem Fall revanchiert sie sich nach ihrer Rückkehr mit zeitgenössischem Kunsthandwerk und viel Gesprächsstoff im Gepäck.

 

Ich jedenfalls entdeckte viele Gemeinsamkeiten mit ihr – vielleicht geht es Ihnen ebenso?…

In meiner neuen Rubrik HOMES & STORIES stelle ich Ihnen interessante Menschen und ihr Zuhause vor. Diese Menschen könnten kaum unterschiedlicher sein, doch sie alle teilen eine unübersehbare Gemeinsamkeit:

 

sie folgen ihrer Leidenschaft, verwirklichten sich einen (Lebens)Traum, der den Begriff Arbeit in einen neuen Lebenskontext bringt. Sie sind kreativ und innovativ. Sie gestalten LebensRäume oder LebensTräume für ihre KundInnen. Sie reisen für ihre Leidenschaft und dies leidenschaftlich gerne. Oder sie halten Ästhetisches und Erlebtes in Bildern und Reiseberichten fest. Sie sind mutig und machen anderen Mut.

Bei allen bin ich neugierig zu erfahren, welche Bedeutung ihr Zuhause hat. Ist es wichtiger als bei anderen? Wo ist ihre Heimat, ihr Biotop - in den eigenen vier Wänden, oder unterwegs? - Oder, wie wichtig ist die Gestaltung der eigenen Häuser wenn bereits viel an Kreativität in das Gestalten der Lebenswelten anderer Menschen fließt? Leben diese Menschen in zwei Welten oder leben zwei Welten in diesen Menschen?

Nachdem ich Sie mit meinen letzten Artikeln über Safaris und sinnliche Lodges mit nach Afrika genommen habe, lernen Sie nun eine passionierte Südafrikareisende und ihren Lebens(t)Raum kennen. Barbara Mayr aus München:

BARBARA MAYR |  Südafrikanische Inspirationen, Avantgarde & Design

 

Frau Mayr „ist“ seit knapp 10 Jahren STYLE AFRICA. Dass dabei Privates und Berufliches nahtlos ineinander übergeht, dürfte keinen wundern. Lernen Sie eine Frau kennen, die mutig ihrem Herzen gefolgt ist – und es bis heute nicht bereut hat!

 

Kürzlich las ich den Satz:

Ideen, die nicht realisiert werden, bleiben Träume

Barbara Mayr hat ihren Traum, Menschen mit zeitgenössischem afrikanischen Design für ihre Wohn- und Lebensräume zu begeistern, längst realisiert.

 

Nach vielen, eher sesshaften Berufsjahren, folgt sie 2006 ihrer Leidenschaft, die sich auf zahlreichen Südafrikareisen entwickelte: Südafrikanische Designkultur nach Deutschland zu bringen. Die Idee von STYLE AFRICA war geboren.

 

Ganz selbstverständlich reist sie regelmäßig ans Kap nach Südafrika,  „beinahe ihre zweite Heimat“, und sucht handverlesene Unikate sowie in kleinen Mengen hergestellte Serien bei ausgewählten Handwerksbetrieben für ihre Firma STYLE AFRICA in München aus. Doch kaum im Laden oder „im Webshop“ bereichern ihre Objekte längst Wohn- und Lebensräume über die Grenzen Münchens hinaus. Wer Ausgefallenes möchte, sollte sich nach Lieferterminen erkundigen und schnell sein, denn ihre Adresse ist längst kein Geheimtipp mehr. Ihre KundInnen kommen inzwischen aus ganz Europa, die Collection von STYLE AFRICA ist die umfangreichste ihrer Art.

 

Dabei ist es ihr nicht nur wichtig, die besten Einrichtungsgegenstände einzukaufen, sondern auch den persönlichen Kontakt zu Herstellern und innovativen Künstlern zu pflegen. Artenschutz sowie eine umweltgerechte Herstellungsweise und Materialauswahl liegen ihr ebenso am Herzen.

Nicht zuletzt hat sie ein professionelles Auge für Design, das sowohl traditionellen, afrikanischen Ursprungs ist, als auch den modernen Geschmack ihrer KundInnen in Europa trifft, die dies meist in einem spannenden Stilmix in ihrem Zuhause umsetzen.

Kindheit und frühe STIL-EXPERIMENTE |  Wie der Traum von STYLE AFRICA entstand

 

Gab es etwas Kurioses aus Ihrer Kindheit?  Was wollten Sie mal werden? Hat Afrika damals bereits eine Rolle gespielt? Packten Sie als junges Mädchen schon gerne Ihren Koffer, räumten Sie Ihr Zimmer öfters um?

 

Im meinen Kindheitsträumen wollte ich später immer irgendetwas mit Pferden machen. Meine Mutter habe ich jahrelang mit dem Wunsch nach einem eigenen Pony oder Pferd belagert, und unsere Scheune habe ich in meiner Fantasie immer wieder zu einem Reiterhof oder einer Pferdezucht umgebaut.

 

Die Freude am Einrichten und Dekorieren war also schon früh sichtbar und ist geblieben. In meinem Elternhaus habe ich das in meinem Zimmer und später dann noch intensiver in meiner Wohnung ausgelebt. Bis vor einigen Jahren habe ich die Möbel so oft umgestellt, dass Freunde manchmal schon neugierig wurden, wie mein Wohnzimmer wohl bei ihrem nächsten Besuch aussehen könnte.

 

Wo sind Sie zuhause?

 

Mein bisheriges Leben hat weitestgehend in einem Radius von ca. 50km stattgefunden. Aufgewachsen bin ich in einem (zumindest damals) kleinen Dorf, studiert habe ich in München und seit über 30 Jahren lebe ich in Oberschleißheim am nördlichen Stadtrand von München. Zuhause bin ich in einer Dreizimmerwohnung mit Terrasse und einem kleinen Garten, der im Laufe der letzten Jahre dicht eingewachsen ist. Eine kleine Oase, die ich besonders im Sommer sehr genieße.

 

Mein Budget hatte mir anfangs Grenzen gesetzt und billige Kompromisse wollte ich nicht eingehen. Daran hat sich bis heute nicht viel geändert, daher renoviere und gestalte ich stets Schritt für Schritt.  Letztes Jahr z. B. habe ich endlich meinen längst fälligen Flur renoviert. Der dunkle Teppichboden ist einem hellen, gewachsten Eichenparkett gewichen und die Wände und Türen sind wieder strahlend weiß. An den hellen Wänden und mit dem warmen Holzboden kommen meine eigenen afrikanischen Körbe jetzt viel besser zur Wirkung.

 

Wie beschreiben Sie ihren Einrichtungsstil? Muss ich mir da eine Art SAFARI-LODGE vorstellen? 

 

Es klingt sehr allgemein, aber mein Einrichtungsstil ist sicherlich (wie der vieler anderer, glaube ich) am besten mit persönlich und individuell zu beschreiben. Sowohl die Einrichtung als auch der Stil haben sich (mit mir) über die Jahre entwickelt – und auch gewandelt.

 

Ich bin zu Beginn meines Studiums in meine Wohnung eingezogen, nur mit einer Tischplatte auf Böcken und Klappstühlen sowie einem Dutzend Polsterkissen, die sowohl als Sofaersatz als auch als Bett dienen mussten. Das war auch relativ lange mein gesamtes Inventar.

Dieser exotische und zugleich schlichte Federhut ersetzt in Frau Mayrs Wohnung als gelungene Alternative die sonst üblichen Bilder.

 

Wie haben Sie Ihren Stil entwickelt?

 

Wenn ich zurückblicke, dann sind meine Stilvorstellungen in den letzten Jahren zunehmend puristischer geworden. Klare Formen und Linien treten immer mehr in den Vordergrund und interessante Akzente sind unverzichtbar geworden. Unverändert wichtig sind mir nach wie vor Funktionalität und Gemütlichkeit. Wie viel von dieser Entwicklung altersbedingt ist – kann ich wirklich nicht sagen. Mies van der Rohes „Less is more“ war für mich allerdings schon immer ein genialer Leitsatz.

 

Worauf können Sie zu Hause nicht verzichten?

 

Sie meinen abgesehen von Bett, Badewanne und Fernseher? (lacht) Das wäre vermutlich die Küche. Ich koche sehr gerne, bin dabei auch sehr experimentierfreudig, und ich mag es gar nicht, mich buchstabengetreu an Rezepte zu halten. Meine Küche ist zwar relativ klein, aber der Küchenplaner hat vor Jahren glücklicherweise hervorragende Arbeit geleistet. Wie gesagt, ich koche und esse sehr gerne. Dabei kommt es mir einzig und allein auf den Geschmack an. Wenn ich dem ganzen ein Label aufdrücken müsste, dann wäre das vermutlich „Fusion Food“: von traditioneller Hausmannskost über mediterran-italienisch, französisch, asiatisch… – So könnte man übrigens ziemlich gut die südafrikanische Küche beschreiben, fällt mir gerade auf. 

Die schlichte, moderne Kommode ist die Bühne für ausgefallene Einzelstücke vom Kap. Alles Ton in Ton, die Spannung entsteht durch die Kombination unterschiedlicher Materialien und Oberflächen.

Frau Mayr nennt ihn liebevoll den „Zebratisch“. Ein Zebrafell bildet den Untergrund für ein Stilleben, das von vielen Afrikareisen gewachsen ist.

 

Haben Sie Morgen- und Abendrituale? 

 

Ich entspanne abends gerne bei einem Glas Weißwein, am liebsten mag ich Sauvignon Blanc. Meistens steht das Glas allerdings dann doch neben dem Computer, an dem ich (weiter-) arbeite, und viel zu selten neben dem Sofa, auf dem ich öfter mal die Beine hochlegen und entspannen sollte.

 

An welchem Ort der Welt fühlen Sie sich am wohlsten?

 

(etwas nachdenklich…) So einen einmaligen Ort gibt es für mich nicht. Wohlfühlen ist für mich immer auch von Grundstimmungen und Begleitumständen abhängig. Unter diesen Aspekten fühle ich mich an den unterschiedlichsten Orten wohl und ja, sowohl mein Zuhause als auch Südafrika, insbesondere Cape Town, stehen auf dieser Liste sehr weit oben.

 

Was und welche Menschen inspirieren Sie? Wo laden Sie Ihre Kreativität wieder auf?

 

Mich inspirieren respekt- und rücksichtsvolle Freidenker, die es nicht übersehen, die Umwelt und ihre Menschen realistisch in ihren kritischen Standpunkt mit einzubeziehen. „Herdentiere“, die unreflektiert mit den Wölfen heulen und dabei nur an ihren eigenen Vorteil denken, sind mir dagegen ein Gräuel.

 

Die besten Ideen bekomme ich natürlich auf meinen Südafrikareisen. Meine Aufenthalte in diesem faszinierenden und lebendigen Land inspirieren schon an sich. Und die Suche nach Neuem und Außergewöhnlichem belebt zusätzlich meine Sinne und Fantasie. Daneben sind es Magazine, Internet, Bücher, Fernsehberichte u. v. m., die mir unablässig Anregungen liefern.

 

Wie oft sind Sie im Jahr auf Reisen? Wohin ging Ihre bisher beeindruckendste Reise?

 

 

Mindestens einmal im Jahr fliege ich für ca. drei Wochen geschäftlich nach Südafrika. Da ich in einem der schönsten Länder der Welt – zumindest kurzfristig – arbeiten darf, fällt es mir nicht allzu schwer, aus Zeitgründen auf „weitere“ Reisen verzichten zu müssen. 

 

Am beeindruckendsten Reise war meine bislang längster Südafrika-Aufenthalt: Anfang 2000 hatte ich ein Sabbatical und bin mehr als neun Wochen davon mit dem Auto von Cape Town bis Port Elizabeth und von der Wild Coast über Durban, Swasiland, Mpumalanga und den Kruger Park nach Johannesburg gefahren. Die letzten zwei Wochen habe ich abschließend in Cape Town verbracht. Ich habe in dieser Zeit sehr viel von Südafrika gesehen, aber der flächenmäßig größere Teil, nämlich das Landesinnere und die ganze West Coast, fehlen mir leider immer noch.

 

Vor 14 Jahren galt Südafrika keineswegs als sicheres Reiseland, vor allem nicht für eine allein reisende Frau. Ich hatte vor der Reise sogar einen Kurs in Selbstverteidigung gemacht, nicht zuletzt um auch meine Familie und Freunde etwas zu beruhigen. Es gab dann auch die eine oder andere brenzlige Situation, aber keine davon war wirklich bedrohlich. Den größten Schrecken hat mir wahrscheinlich eine aufgebrachte Elefantenkuh im Kruger Park versetzt, die ein Auto zu attackieren drohte, das nur wenige Meter vor mir stand. Da habe ich dann die im Kruger Park zulässige Höchstgeschwindigkeit von 15 km/h kurzfristig überschritten. (lacht)

 

Im Voraus gebucht hatte ich nur die ersten beiden Stationen in Cape Town und Knysna. Danach habe ich immer nur die nächste Etappe geplant. Das war lange vor den technischen Möglichkeiten heutiger Smartphones und Tablets. Ich hatte einen der ganz wenigen, und damals noch sehr kostspieligen, Handheld Computer und konnte damit nur über eine Handyverbindung kurzzeitig ins Internet. Da habe ich dann Übernachtungsmöglichkeiten recherchiert und entweder per eMail oder telefonisch gebucht.

 

Was mich damals allerdings am tiefsten beeindruckt hat – und daran hat sich in all den Jahren nichts geändert – das ist die unvoreingenommene und spontane Freundlichkeit, mit der mir die Menschen in Südafrika begegnet sind. So etwas wie „Culture Shock“ erlebe ich übrigens nur, wenn ich aus Südafrika in unsere Breitengrade zurückkehre.

 

Worauf möchten Sie auf Ihren Reisen nicht verzichten?

 

Wahrscheinlich auf (m)eine Kamera. Ich bin ein sehr visueller Mensch und fotografiere gerne. Ich habe allerdings vor vielen Jahren auch die Erfahrung gemacht, dass man viel genauer hinsieht und alles intensiver aufnimmt, wenn man keine Kamera zur Hand hat. Damals hatte man mir in Rom meine Fotoausrüstung gestohlen und ich konnte den Rest meiner Reise nichts mehr fotografieren, sondern „nur“ alles in meiner Erinnerung abspeichern.

 

Haben Sie ein Lieblingsland? Was macht es so besonders für Sie?

 

Südafrika. Das ist sicherlich keine überraschende Antwort. Bevor ich mich jedoch mit dem Afrika-Virus infiziert habe, hat mich Schottland begeistert (und tut es noch immer). Insbesondere die Highlands. Ich liebe leere weite Landschaften. Hier kann man seiner Seele am nächsten kommen, weil – außer einer atemberaubenden Landschaft – nichts ablenkt. Klingt zugegebenermaßen etwas melodramatisch, beschreibt es für mich aber am besten.

Ab wann haben Sie Ihre Liebe zu Afrika entdeckt? Was sprang über, damit Sie ein zweites Mal wiederkamen und schließlich eine Geschäftsidee daraus entstanden ist, für die Sie Ihren ursprünglichen Arbeitsplatz im Medienbereich an den Nagel hängten?

 

Wie in einem Movie war es die Liebe, die mich 1997 das erste Mal nach Südafrika geführt hat. Ich hatte in Irland einen Engländer kennengelernt, der in Johannesburg lebt. Von dem Mann habe ich mich zwar sehr schnell wieder getrennt, aber die Liebe zu diesem außergewöhnlichen und faszinierenden Land hat mich seitdem nicht mehr losgelassen.

 

Die bereits erwähnte neunwöchige Reise durch Südafrika hat mich dann zweifelsohne geprägt, sozusagen den Nährboden für meine weitere Entwicklung gelegt, aber wäre mein damaliger Arbeitgeber Leo Kirch mit seinem Imperium nicht pleite gegangen, wäre ich wahrscheinlich immer noch in der Medienbranche.

 

Trotz, oder besser gesagt: gerade wegen der schwierigen Umständen habe ich mich damals entschieden das Unternehmen zu verlassen. Ein späterer Absprung wäre mit Sicherheit viel schwieriger, wenn nicht unmöglich geworden. Zum Zeitpunkt meiner Entscheidung hatte ich allerdings nicht die geringste Ahnung, was ich stattdessen machen würde.

 

Die Idee zu meinem Geschäft kam erst Monate später. Auf meiner Südafrika-Reise hatte ich viele schöne Dinge gesehen, die man hier bei uns nicht kaufen konnte. Es gab entweder elitäre und hochpreisige afrikanische Ethno-Kunst oder billige kunsthandwerkliche Massenware.

 

Das hat sich seitdem gewandelt und mittlerweile habe ich eine ganze Menge Mitbewerber. Vor ca. 10 Jahren war ich meines Wissens allerdings die erste in Deutschland, wenn nicht sogar in Europa, die zeitgenössisches Design und qualitativ hochwertige Handwerkskunst aus (Süd-) Afrika in großem Umfang importiert und angeboten hat. Und das umfangreichste Angebot habe ich wahrscheinlich nach wie vor.

 

Ihr Herzensthema ist „Afrika“. Wie sehen Sie sich in einer kurzlebigen Handelswelt, in der sich Wohnthemen fast so schnell ändern wie in der Mode?

 

„Afrika“ war glücklicherweise nie ein hochgepuschtes Wohnthema, nie ein Hype wie z. B. „Asien“ vor ein paar Jahren. Es ist eher ein zurückhaltender Dauerbrenner. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass meine KundInnen den kurzlebigen Trends relativ wenig erliegen. Diese Einstellung zu einer gewissen Werthaltigkeit ist lobenswert. Meine Produkte besetzen eine kleine, edle Nische in der weitläufigen Einrichtungswelt und sie haben auch weder saisonale noch entwicklungstechnische Verfallszeiten wie z. B. Kleidung oder Unterhaltungselektronik. Sie überzeugen durch Stil, Zeitlosigkeit und Qualität.

 

 

Haben Sie bei all Ihren Auslandsreisen und dem engagierten Führen eines Unternehmens noch Zeit und Muße, Ihr Zuhause immer wieder etwas zu verändern. Ich nenne es „im Bezug bleiben“ ?

 

 

Anreiz und Leidenschaft sind immer da, aber für größere Veränderungen habe ich leider viel zu wenig Zeit. Da bleibt es momentan meist beim Planen und Träumen. Oder bei kleineren Projekten, wie z. B. die bestehenden Elemente neu zu arrangieren und dekorieren. Das passiert ganz nebenbei, beim Aufräumen oder auch nur auf dem Weg von einem Zimmer ins andere. Wenn ich dann das eine oder andere Teil verrücke oder versetze, dann zieht das meistens weitere Aktionen nach sich. Und ehe man sich versieht, bestätigt sich der Spruch von der kleinen Ursache und der (mehr oder minder) großen – und besseren – Wirkung… 

 

Sind Sie in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis oft die Ratgeberin in Sachen Einrichten, oder trennen Sie lieber Privates vom Business?

Ich sehe mich selbst in erster Linie als (hoffentlich!) inspirierende Bezugsquelle, werde aber selbstverständlich in jedem Verkaufsgespräch auch beratend tätig. Mein Hauptanliegen ist und bleibt es jedoch, mit meiner persönlichen Auswahl, oder auch Collection, für die afrikanische Ästhetik zu begeistern und Menschen anzuregen, ihren Lebensraum mit dem einen oder anderen außergewöhnlichen afrikanischen Objekt zu bereichern.

Was sind für Sie No Go’s beim Einrichten oder eigene, vergangene Einrichtungsfehler?

 

Absolute No Gos gibt es für mich eigentlich nicht. Erlaubt ist, was gefällt und womit bzw. worin man sich wohlfühlt. Einrichtungs“fehler“ sind unter diesem Geschichtspunkt nur frühere Stationen des eigenen Stilentwicklungsprozesses. Als ich in meine Wohnung einzog, habe ich jedes Zimmer individuell, u. a. auch mit unterschiedlichen Boden- und Wandbelegen, gestaltet. Heute ist für mich ein Gesamtkonzept richtungsweisend und steht damit (Farb-)tonangebend im Vordergrund.

 

Wohin geht Ihre nächste Reise?

 

Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wieder nach Südafrika. Spätestens Anfang nächsten Jahres steht die übliche Geschäftsreise an, vielleicht fliege ich aber auch schon Ende dieses Jahres zu einem runden Geburtstag eines guten Freundes.

 

 

Ich wünsche Ihnen eine gute, spannende Reise sowie vielen Dank für das Interview, Frau Mayr. Ich hab' mich sehr gefreut, Sie kennen zu lernen.

STYLE AFRICA | Barbara Mayr | Sonnenstraße 7 | 85764 Oberschleißheim |+49 (0)89 2323 7890 | www.styleafrica.de

 

Copyright aller Fotos dieses Beitrags: STYLE AFRICA
Alle Fotos wurden mir freundlicherweise von Frau Mayr | STYLE AFRICA zur Verfügung gestellt.

MARTINA VELMEDEN

Als Interior Stylistin und Einrichtungsexpertin unterstütze ich meine KundInnen mit Konzepten und Entscheidungsvorlagen für die Gestaltung ihrer persönlichen Lebens(t)Räume.

Wie darf ich Sie unterstützen?

Ich freue mich auf Ihre Nachricht. Herzlich, Martina Velmeden

More Posts - Website - Google Plus