DIE HAMPTONS | Sehnsuchtsküste auf LONG ISLAND – Reisetipps Teil 1 | 2

Dünen auf den HAMPTONS

Wenn Manhattan ein Synonym für Schnelligkeit, Beton, Business-Dresscode, Hektik, Lärm und Reizüberflutung ist, so sind DIE HAMPTONS genau das Gegenteil.

 

Es ist, als würden Sie schon beim Gedanken daran Ihre Schuhe abstreifen, Ihren Businessanzug gegen Leinenhose und T-Shirt eintauschen und barfuss an einen der kilometerlangen Sandstrände losziehen – eins mit der Natur, dem Wind, dem Atlantik, dem Sand zwischen Ihren Zehen und dem Salz auf Ihren Lippen.

 

Auch wenn der Kommerz unübersehbar geworden, Immobilienpreise ins Utopische gestiegen, und in den Sommermonaten die Bevölkerungszahl auf das Dreifache ansteigt – die magische Anziehung DER HAMPTONS bleibt ungebrochen.

 

 

DIE HAMPTONS – Diese Region am östlichen Ende von LONG ISLAND ist so bekannt, dass fast jeder beim Gedanken daran gleich ins Schwärmen kommt. Für viele ist sie auch „nur“ die Nachbarinsel Manhattans oder das Sylt New Yorks.

 

Der Name HAMPTONS kommt von den Orten Bridgehampton, Southampton, East Hampton und Hamptons Bay – es zählen jedoch noch Westhampton Beach, West Hampton Dunes, Quogue, East Quogue, North Sea, Water Mill, Sagaponack, North Haven, Georgia, Amagansett,  Napeague, Montauk und Sag Harbour dazu.

 

Und da DIE HAMPTONS nach den großen Ferien und den Hauptmonaten einen ganz besonderen, sehr beschaulichen Charme haben, kommt hier pünktlich mein kleiner HAMPTONS GUIDE – und wenn Sie gerade keine Reise nach New York geplant haben, so nehme ich Sie wenigstens mit auf eine virtuelle Reise an DEN Sehnsuchtsort der Atlantikküste Nord Amerikas.

 

Träumen ist erlaubt. Und dabei sind Sie und ich in bester Gesellschaft. Es passen weder alle 8 Millionen Einwohner Manhattans noch all die anderen, die davon träumen, auf diesem Fleckchen Erde zu leben, auf LONG ISLAND.  Zudem sorgen weltweit mit die höchsten Immobilienpreise für eine weitere Auslese. Bei guter Planung ist ein Tagesausflug oder gar ein Urlaub jedoch ein unvergessliches Erlebnis. Hierzu meine Tipps:

1) KURZER AUSFLUG IN DIE GESCHICHTE

 

Das Gebiet der HAMPTONS kauften Siedler im 17. Jahrhundert von Algonkin Indianern ab. Der Gegenwert wurde bemessen in: 24 Äxten, 24 Mänteln, 20 Spiegeln und 100 Ahlen (Werkzeug, mit dem man Löcher in Materialien bohren kann, z.B. bei Leder).  Das Städtchen MONTAUK, führt seine indianische Vergangenheit noch im Namen, es liegt auf ehemaligem Gebiet der Montaukett Indianer.

 

2) REISEZEIT

 

Im Herbst haben Sie die breiten Sandstrände und die wilde Dünenlandschaft mit den typischen Holzzäunen fast für sich alleine. In jedem Fall sind die Wochen vor und unmittelbar der Hauptsaison die schönsten: weniger Gäste und stressgeplagte Wochenendurlauber aus Manhattan, niedrigere Preise, weniger Stau. Die Saison geht vom MEMORIAL DAY (letzter Montag im Mai) bis zum LABOUR DAY (erster Montag im September).

 

3) ANREISE von MANHATTAN

 

Von Midtown sind es ca. 230 Kilometer bis Montauk, zum legendären Leuchtturm, nach Westhampton immerhin noch 170km. Doch die Fahrt verspricht ein kurzweiliges Erlebnis, ausgenommen Sie stehen im Stop and Go in der Hauptsaison.

 

Sobald Sie Queens hinter sich gelassen und den Highway 27 erreicht haben, wissen Sie, warum Long Island magnetisch anzieht: es erinnert ein bisschen an Ostfriesland, an Nordseeküste, und an den Charme von Sylt.

 

Mit dem Mietwagen

 

Der Long Island Expressway ist  ausgeschildert, wenn Sie vom Midtown-Tunnel aus kommen. Nach der Abzweigung Highway 27 kommen Sie zum Montauk Highway, an dem Sie zuerst nach Southampton gelangen. Rechnen Sie mit 2 Stunden Fahrtzeit, Hauptsaison ausgenommen. Achtung! Parken ist in Strandnähe meistens untersagt, es sei denn, Sie haben eine Unterkunft gebucht.

 

Mit dem Bus

 

Der Hampton Jitney verkehrt 365 Tage im Jahr zwischen Manhattan und den Hamptons. Sie haben die Wahl zwischen verschiedenen Haltestellen in Manhattan. Die Fahrt nach EAST HAMPTON dauert ca. 3 Stunden. Platzreservierung ist empfohlen. Der Bus trägt den umgangssprachlichen Namen „Jitney“, der ursprünglich für den „Nickel“ steht, der Preis, also 50 Cents, den die einfache Fahrt früher mal gekostet hat.

 

Mit der Bahn

 

Sehr beschaulich ist zweifellos die Anreise mit der Bahn. Steigen Sie in der Penn Station in die LONG ISLAND RAIL ROAD, die alle Orte der HAMPTONS anfährt. Es dauert etwas länger als mit dem Auto, doch wenn Sie keinen Mietwagen nehmen möchten, ist die Bahn gegenüber dem Bus die schnellere Variante.

Mit dem Flieger

 

Wenn schon – denn schon. Dies wollte ich Ihnen nicht vorenthalten, denn womit sonst, als mit einem gecharterten Helicopter oder einem privaten Jet könnte man Freitag abends im August eben mal schnell in die Hamptons, wenn die Straße eine Aneinanderreihung von Stoßstangen ist? Einfach überfliegen mit Tailwind – Flüge von New York City nach East Hampton.

 

4) Den Spirit DER HAMPTONS einfangen |  Inszenierte Idylle aber dennoch anziehend!

 

Allein die hortensiengesäumten Auffahrten zu den grau geschindelten, klassischen Strandhäusern, sind ein sinnliches Vergnügen, und selbst die größte Villa hat im Vergleich zu reichen Regionen in Florida oder Kalifornien noch viel natürlichen Charme. Doch Bescheidenheit hat hier 10 Zimmer und ebenso viele Bäder. Es ist eine Kunst, die hier ganz besonders kultiviert wird.

DIE HAMPTONS | Sehnsuchtsküste auf LONG ISLAND - Reisetipps Teil 2 | 2

Also offenbaren sich weitere bescheidene Indizien für subtil dargestellten Reichtum, dennoch mit Stil und Klasse. Die Kleidung ist lässig, das Polohemd ist von Lexington Company oder von Ralph Lauren, der hier übrigens auch ein Häuschen bewohnt. Die Marke der Uhr wird ebenso wenig dem Zufall überlassen.

Wenn Manhattan Beton, Business-Dresscode, Hektik, Lärm und Reizüberflutung ist, so sind DIE HAMPTONS genau das Gegenteil.

 

Es ist, als würden Sie Ihre Schuhe abstreifen, Ihren Businessanzug gegen Leinenhose und T-Shirt eintauschen und barfuss an einen der kilometerlangen Sandstrände losziehen. Eins mit der Natur, dem Wind, dem Atlantik, dem Sand zwischen Ihren Zehen und dem Salz auf Ihren Lippen.

 

 

5) TO DO’S und SEHENSWERTES  |  Kultur, Kunst, Workshops, Wandern, Golfen, Tennis, Polo oder einfach nur „Chillen“ oder ein Fahrrad leihen

 

Sag Harbour – Beschaulichkeit am Hafen

Viele Fischerdörfer, die an vergangene Jahrzehnte erinnern, als die Insel noch den alteingesessenen Familien, oft in 10. Generation, gehörte, sind über ganz Long Island verteilt.

 

Sag Harbour ist so ein Fischerdorf,  ein ehemaliges Walfängermekka. Einst wohnte hier der Maler Willem de Kooning und fand die Inspiration für seine Bilder. Viele Antiquitätenläden und Boutiquen laden zum Bummeln ein. Von den Cafés am Hafen aus haben Sie einen beschaulichen Blick auf die lossegelnden und einlaufenden Boote.

Art Barge | Ateliers Deck für Deck

 

Die ART BARGE ist ein ehemaliges Frachtschiff der Navy, das auf mehreren Decks ein freies Kunst-Institut beherbergt, das ein ehemaliger Museumspädagoge des New Yorker MoMa gegründet hat. Ob Sie Malen, Zeichnen oder Fotografieren lernen oder Plastiken erschaffen möchten, hier findet jedes Alter den passenden Workshop – und wer hätte es geahnt. Die Kurse bieten noch Platz für eifrige Künstler – die meisten „Hamptonites“  sind mit anderen Dingen beschäftigt…

Wanderungen in einem State Park

 

Ruhe und Abgeschiedenheit finden Sie auf einer Wanderung durch die Naturschutzgebiete bei Montauk Point oder im Hither Hills State Park.

Museen

 

Nicht nur bei Regen ist ein Ausflug in die Geschichte ein Erlebnis. Gehen Sie ins Osborn-Jackson Haus, und entdecken Sie, wie man im 18. Jahrhundert in den Hamptons lebte.  Ebenso sehenswert, das Southampton Historical Museum, oder mit Kindern unbedingt  ins Children’s Museum of The East End.

 

An dieser Stelle möchte ich gerne erwähnen, dass die USA für mich das Land ist, in dem Kinder in jedem Museum vorbildlich integriert werden. Bei einem Museumsbesuch in den USA kommen alle Altersklassen auf ihre Kosten.

 

Fahrrad leihen

 

Dies liebe ich, egal wo ich bin, auf einem Fahrrad ist die Perspektive eine andere. Da ist auch das Fahrrad zweitrangig – und es lässt sich einfacher über Hecken gucken und einen Blick auf die schönen Häuser erhaschen. Verleihstationen gibts in jedem Ort.

 

Golf & Polo

 

Golfer kommen hier gleich mit mehreren Plätzen auf Ihre Kosten, und die Liebhaber des noch elitäreren Polos ebenso. Die High Society eröffnet die Sommersaison jährlich mit einem Poloturnier in Bridgehampton.

 

6) BEWOHNER, FILME & SERIEN | WER und WAS die HAMPTONS so begehrlich macht

 

Zweifellos ist die Landschaft ein Teil des Rezepts, das auf diesem Flecken der Erde aufgeht. Gestresste New Yorker genießen den Kontrast zu Asphalt und Business-Dresscode, Die Hamptons sind quasi der Hausstrand. Doch dies alleine ist es nicht, schon gar nicht für die zahlreichen Touristen aus aller Welt, die ein Stückchen des lässigen Glamours à la Kennedy, den VIP-Faktor, erhaschen möchten.

 

Neuengland hat viele wilde Küstengebiete mit ähnlich schönen Stränden. Doch selbst Cape Cod reicht nicht an den Glamour ran, der von Long Island und den HAMPTONS ausgeht. Sie so begehrlich macht, als könnte man sich dort mit bloßem Einatmen ein Stück davon mit nach Hause nehmen, wenn man nicht gerade sowieso seinen Zweitwohnsitz dort hat…

DIE HAMPTONS sind weltweit gesehen ein Mekka der Superreichen. Die meisten Bewohner sind US-Amerikaner, die dort Zweitwohnsitze haben – Wochenendhäuser und Sommerhäuser, in denen sie oft mehrere Monate verbringen. Darunter sind Richard Gere, Bobbi Brown, Martha Stewart, Calvin Klein, Sarah Jessica Parker, Steven Spielberg, Donna Karan etc.

 

Weltweit bekannt  wurden die HAMPTONS durch zahlreiche, beliebte Serien, wie Gosspi Girl, Royal Pans und Revenge oder die Filme „Witwe für ein Jahr“ und auch durch den Buchklassiker MONTAUK von Max Frisch.

 

Mein Lieblingsfilm, der dort sehr aufwändig  gedreht wurde, ist „Was das Herz begehrt“. Wenn Sie Gelegenheit dazu haben, dann sehen Sie sich nicht nur den Film mit Diane Keaton und Jack Nicholson an, sondern auch das „Making of“, das unglaubliche Einblicke in das  Set-Styling und den Aufwand gibt, der dort auf die Beine gestellt wurde. Letztlich wurde der Film zu einem ästhetischen Meisterwerk, Dank seiner Autorin Nancy Meyers,    die als Einrichtungsfreak gilt und sehr stilsicher ist.

 

Den besten Blick auf mondäne Villen haben Sie auf der Lily Pond Lane in East Hampton.

Die Bewohner bleiben jedoch gerne unter sich. Die Frage nach einem eigenen Haus auf Long Island ist unweigerlich Teil eines jeden Gesprächs. Als Mieter oder Besucher sind Sie so uninteressant wie die Zeitung von gestern. Und unter diesem Aspekt dürfte sich die Oberschicht von Manhattan von der in den Hamptons kaum unterscheiden. Aber das stört weder Sie noch mich, oder?

Wo Sie am besten in den HAMPTONS wohnen und essen, wo Sie gut einkaufen und was Sie unbedingt dort und vorher als Einstimmung auf dem Flug dahin noch lesen sollten, erfahren Sie im 2. Teil. Gute Reise!

MARTINA VELMEDEN

Als Interior Stylistin und Einrichtungsexpertin unterstütze ich meine KundInnen mit Konzepten und Entscheidungsvorlagen für die Gestaltung ihrer persönlichen Lebens(t)Räume.

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Ich freue mich auf Ihre Nachricht. Herzlich, Martina Velmeden

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