DAVID in ROM oder – Was haben ARCHITEKTUR und CHIRURGIE gemeinsam?

Eine Hommage an das spätsommerliche Rom – Die Schönheit des Perfekten und des Unperfekten – Einmalige Augenblicke in der ewigen Stadt – Entdeckt und eingefangen von meinem ältesten Sohn DAVID auf seiner Romreise …

Heute ist ein besonderer Tag für mich! Mein ältester Sohn David wird 21. Herzlichen Glückwunsch lieber David!

 

Vor genau 21 Jahren fiel der 19. September, Dein Geburtstag, auf einen Sonntag. Angekündigt hast Du Dich ja schon einen Tag vorher. Doch da Du bereits 9 Tage „überfällig“ warst, kam es auf den einen Tag auch nicht mehr an. Du hast Dir den Sonntag ausgesucht, ein sonniger Spätsommertag wie heute. Mit dem gleichen, milchigen Licht, der bereits nach Herbst duftenden Luft und der vagen Hoffnung, der Sommer möge ausnahmsweise dieses Jahr noch ewig dauern.

 

Ist ein Kind gesund auf die Welt gekommen, zählt erst mal nur das. Dann wird jungen Eltern so nach und nach die Verantwortung für das neue Leben bewusst. In die neue Lebenssituation muss man eben erst reinwachsen, auch wenn sich das ganze Leben, quasi über Nacht, schon längst geändert hatte.

 

Und dann kamen die Momente, in denen ich überlegte, was wohl für eine Persönlichkeit aus Dir werden wird. Wofür Du Dich interessierst, welche Freunde Du gerne um Dich hast, welchen Sport Du magst. Ob Du gerne liest, was Dich fasziniert, natürlich auch, worin Du Deinen Eltern ähnlich bist.

 

Als Du letztes Jahr Dein Studium aufnahmst, dachte ich 20 Jahre zurück. Spürte die Puzzleteile auf, die ich seit Deiner Geburt über Dich „gesammelt“ hatte, und es war plötzlich ganz klar und passte logisch zusammen – Die Wahl Deines Studiums, über das von Dir vorher nie ein konkretes Wort gefallen war.

 

Dein Vater ist Architekt. Ich gestaltete unser Haus und die Gärten und Häuser  meiner Kunden. Mit Deinem Opa hast Du unser damaliges Haus mehrfach umgebaut. Opa klebte die Fliesen an die Wand, Du hast sie postwendend –  immerhin sehr fachmännisch – mit dem Gummihammer, wieder abgeklopft. Schließlich musstest Du sehen, warum sie an der Wand haften, und was darunter ist. In die Mischmaschine zu gucken war für Dich so interessant wie für andere Kinder das Fernsehprogramm.

 

Einen Maßstab konntest Du mit 5 Jahren so geschickt halten, als hättest Du nie mit etwas anderem als mit einem Werkzeugkasten gespielt. Bauen, Auseinandernehmen, anders konstruieren, Verwerfen, Umwerfen, Einreißen, neu bauen… Das war Deine dreidimensionale Welt.

 

Du hattest Lego und Playmobil entdeckt sowie alles andere, was sich irgendwie verbauen ließ. Ich habe nach Dir keinen anderen Jungen kennen gelernt, der seine Ritterburg über mehrere Jahre aufgebaut stehen ließ, ohne dass auch nur ein Steinchen davon weggekommen wäre. Dies hat dann später alles Dein jüngerer Bruder erledigt…

 

Zog ich Dich dann abends vom Austüfteln hochkomplizierter Gebäudekonstruktionen mit Türmchen, Verließen, Fallklappen, labyrinthartigen Gängen, Zugbrücken und sonstigen architektonischen Highlights, die Du Dir ausgedacht hattest, weg, warst Du zornig. Schließlich kann „man“ erst schlafen, wenn die Arbeit fertig ist. Oft war nichts zu machen. Es gab Widerstand, so lange bis Deine Halsader gefährlich anschwoll. Mehrmals gab es Legoverbot, denn Deine Finger wurden irgendwann vom dauernden Auseinanderfummeln der kantigen Steinchen wund.

 

Später entdecktest Du die Fotografie, Bildbearbeitung, Grafik, Design, Kunst, das Malen und Zeichnen und stets das Detail. Details, Details, Details. Nach einigen „legeren“ Phasen des Umbruchs, so würde ich es mal dezent ausdrücken, setzte sich Deine Liebe zu Struktur und Ordnung letztlich durch.

 

Und nun dürfen Sie gerne raten, was David inzwischen studiert, und was er werden will:

 

Er studiert Medizin und will Mikrochirurg werden! Was sonst? Ganz klar, nicht Architektur – sondern Medizin. Die Geduld, diese Detailversessenheit, sein Drang, dem Verborgenen auf den Grund zu gehen – die Parallelen der menschlichen dreidimensionalen Anatomie mit hochkomplizierten Bauplänen.

 

Lieber David, ich bin sehr stolz auf Dich und wie Du Deinen eigenen Weg in jungen Jahren so klar vor Augen hast.

 

Davids Fotos – hier von ROM- erzählen von seiner Liebe zum Detail und zur Architektur. Sie erzählen von der Schönheit des Unperfekten und vom Erkennen einmaliger Augenblicke. 

 

Ob es das Grün ist, das aus einem längst vergessenem Fahrrad wächst, ein vorbeifahrendes Paar auf einer Vespa, alte Fassaden, die in Würde gealtert und hinter denen Generationen bereits ihr Leben verbracht haben, von der Anmut und dem Respekt Jahrhunderte alter Architektur.

 

 

Viel Freude an den spätsommerlichen Impressionen aus der ewigen Stadt!

MARTINA VELMEDEN

Personal Branding für Lebens(t)räume

Als Interior Stylistin und Einrichtungsexpertin entwickle ich seit 18 Jahren Konzepte für persönliche Lebens(t)Räume – Räume mit einer einzigartigen Handschrift – einem Personal Branding.

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Ich freue mich auf Ihre Nachricht. Martina Velmeden

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