Mit 8 Profi-Tricks die maximale Fläche aus Ihren Wohn(t)Räumen holen

7 FRAGEN | Ihre Checkliste vor dem SOFAKAUF

Weniger Quadratmeter Wohnfläche zu haben, als Sie es sich wünschen, bedeutet nicht, dass Sie beengt wohnen müssen. Wie viel Raum Sie für Ihre Behaglichkeit benötigen, ist eine persönliche Angelegenheit.

Wenn also nicht gerade ein Umzug in eine größere Wohnung ansteht, dann helfen garantiert folgende 8 Tricks dabei, in kleineren Räumen mehr „gefühlten“ Platz zu erleben.

Wer hätte nicht gerne gefühlte oder tatsächliche 5-10 Quadratmeter mehr pro Raum?

Sie kennen das, sich in der Größe eines Raumes verschätzt zu haben – entweder kam er ihnen größer oder sehr viel kleiner an Quadratmetern vor.

 

Das ist bei möblierten Räumen nicht ungewöhnlich, weil wir deren Größe an Eindrücken festmachen, die meist wenig mit dem Meterstab nachzuvollziehen sind.

 

Letztlich ist der Eindruck, ob ein Raum gerade richtig, zu klein oder zu groß (das gibt es auch!) ist, Ihr individueller Eindruck.

 

Das kann mit der eigenen Körpergröße zusammenhängen – wer sehr groß ist, möchte nicht nur nach oben genug Raum vorfinden, um sich wohl zu fühlen.

 

Wer einen bestimmten Raum als Rückzugsort versteht, sucht sich eine andere Balance aus: gerade groß genug – aber eben nicht zu groß.

 

Der richtige Umgang mit den vorhandenen Quadratmetern sorgt letztlich dafür, dass wir Räume so möblieren und mit einigen Tricks optimieren, dass wir, ohne mehr Miete zahlen zu müssen, einen Mehrwert an den vorhandenen Quadratmetern erfahren.

Wer hier denkt, dass ein individuell geplantes Haus eine Garantie für lebenslange Zufriedenheit hinsichtlich der Raumgrößen sei, der irrt.

Leider erkundigen sich die wenigsten Architekten nach der mittelfristigen Lebensplanung ihrer Bauherren.

Das Vorhandene regelmäßig auf den Prüfstand zu stellen, Bestandsaufnahme zu machen, nachsehen, ob ein Raum noch alle Bedürfnisse an Bewegungsfreiheit und dafür angedachten Nutzen erfüllt, ist spannend.

Der Winter ist eine ideale Jahreszeit, um sich wieder Muße für die Bestandsaufnahme Ihrer Räume zu nehmen.

Meine 8 Tricks helfen Ihnen dabei, jeden Raum zu überprüfen und sich dabei zu überlegen, ob Sie nicht eine oder gleich mehrere Ideen umsetzen.

Ein gutes Gefühl am Ende ist garantiert!

Fangen wir an!

1. Oberflächen und Fussböden entrümpeln

Hört sich rigide und zugleich banal an – die Wirkung stellt sich aber sofort ein:

Sie kennen das Phänomen, vielleicht auch aus Ihrem Büro. Steht erst mal ein Karton herrenlos herum, gesellen sich kurz später ein paar andere Kartons dazu. Ein Gesetz der Anziehung, für das es keinerlei physikalische Erklärung gibt.

Ich vergleiche diese Orte, die ich auf Fußböden, Regalen, Fensterbrettern, Sideboards etc. finde, mit Nestern. Gerne werden für diese Nester auch Schalen verwendet, die ursprünglich für Obst gedacht waren.

Schlimmstenfalls bestehen solche Nester aus gestapeltem Müll, für dessen Entsorgung noch keine Zeit war: Altkleider, Leergut, Altpapier, Batterien etc.

Wo würde ich anfangen mit dem Entrümpeln, dem Freimachen von Oberflächen?

 

Ich würde ganz sicher beim Eingang anfangen, besser noch vor dem Eingang, wo sich auch oft Schuhe und eben erwähnter Sammelmüll tummeln.

Wer möchte denn schon beim Betreten seiner Wohnung damit konfrontiert werden, dass da noch etwas Unangenehmes wartet. Aufschieben kostet Kraft und das Nest wird gemäß oben beschriebenen Gesetzes eher größer als kleiner.

 

Wo weitermachen?

 

Grundsätzlich ist der gesamte Eingangsbereich der erste Raum, der Sie willkommen heißt. Wenn Sie sich diesen anfangs vornehmen, bin ich überzeugt davon, dass das Betreten Ihrer Wohnung ein erstes gutes Gefühl auslöst. Vor allem, wenn Sie die freien Flächen für etwas nutzen, das zur Freude  beiträgt:

a) ein paar Blumen in einer schönen Vase

b) eine dazu passende Schale oder eine edle Lederschachtel für die wichtigsten Schlüssel

c) auf dem Boden maximal ein schöner Korb für Handschuhe, Schals und vielleicht den Fahrradhelm

 

 

Wie behalten Sie die Ordnung?

 

Dranbleiben. Sich die großen Entrümpelprojekte vorzunehmen, scheitert meistens. Wer sich für dieses Thema besonders interessiert, bekommt von der Japanerin Marie Kondo wertvolle Tipps für ein im wahrsten Sinne des Wortes aufgeräumtes Leben.

Die für mich wirksamste Methode, nachdem sich eine Grundordnung eingestellt hat, ist die Gewohnheit, jeden Abend vor dem Schlafengehen einen kurzen Rundgang zu machen: fast im Vorbeigehen lassen sich innerhalb nur weniger Minuten Dinge aufnehmen und zurück an ihren Ort legen, ohne dass ein Projekt daraus wird.

Ihre MitbewohnerInnen / Familie sollten Sie dabei natürlich unterstützen. Sonst wäre der Kampf gegen Windmühlen vorprogrammiert.

5 FRAGEN - Die Ihnen beim Möbelkauf sparen helfen

2. Wählen Sie helle Boden- und Wandfarben

Helle Böden lassen Räume optisch größer erscheinen und reflektieren Tageslicht. Wohingegen reinweiße Fußböden meist ein Zuviel des Guten sind, weil sie bei Sonne so viel Licht reflektieren, dass wir das als unangenehm, weil blendend, empfinden.

In lichtdurchfluteten Räumen eignet sich zum Beispiel geweisste Eiche eher als reinweiße Fliesen.

Wohingegen Sie einen großen Unterschied bemerken werden, wenn Sie eine in der (üblicherweise) gleichen Farbe und Materialität gehaltene Sockelleiste (z.B. Eiche Natur sowohl für den Boden als auch für die Sockelleisten) durch eine weiße Sockelleiste ersetzen.

Einige Interior Designer befürworten auch Sockelleisten in der Farbe der Wand, um vom Raum mehr optische Größe zu bekommen.

Und nun vom Boden zur Decke:

Helle bis weiße Decken reflektieren am besten das Tageslicht und holen Helligkeit in den Raum.

Wussten Sie, dass eine weiße Zimmerdecke bis zu 90% des Tageslicht reflektiert und bis zu 5 Meter in die Raumtiefe holt, wohingegen zum Beispiel eine graue Sichtbetondecke auf nur schlappe 30% kommt. Bei gleicher Fenstergröße wohlgemerkt!

Sind die Wandflächen ebenso hell, also in einem abgetönten, neutralen Weiß oder creme oder einem sehr hellen Grau oder Taupe gehalten, wirken Räume deutlich größer als es bei einem dunklen Grau der Fall wäre. Auch wenn ein dunkles Grau durchaus sehr stilvoll sein kann.

Mehr über das Entdecken der passenden Wohnfarbe in einem vorhergehenden Beitrag.

3. Die Farbe Ihrer Einrichtung

Helle Möbel setzen den luftigen, freundlichen Raumeindruck auf natürliche Weise fort. Sie kennen das, wenn Sie das Gefühl haben, dass eine aus den 80er Jahren stammende Wohnzimmereichenwand einen Raum förmlich erdrückt.

Umgekehrt sorgen helle freistehende Möbel für Luftigkeit. Idealerweise ist auch noch genug Platz dazwischen, um an ihnen vorbei zu gehen.

 

Einbauschränke dürfen gerne raumhoch sein, andere Möbel wirken gefälliger, wenn sie sich in ihrer Höhe zum Beispiel am oberen Türrahmen orientieren.

 

Hochglanzlackierte Möbel reflektieren Licht auf elegante Weise. Vorsicht jedoch vor zu vielen hochglanzlackierten Möbeln. Das wirkt schnell kühl, vor allem wenn sie weiß sind, und sieht auch schnell nach Küche oder Labor aus.

 

Ein Sideboard, das sich zu einem gepolsterten Sofa gesellt kann jedoch in Hochglanzoptik der ideale Fokus eines Raumes sein.

4. Spiegel und Flächen, die mit dem Licht spielen

Schon lange sind Spiegel keine Geheimnis mehr  wenn es darum geht, Räume optisch zu vergrößern. Das kann ein an einer Wand gelehnter deckenhoher Spiegel sein oder eine ganze Spiegelwand, die zum Beispiel im Eingangsbereich oder in einem kleinen Ankleidezimmer noch einen nützlichen Zweck erfüllt.

 

Es genügt auch oft schon ein größerer, querformatig aufgehängter  Spiegel über einem Sideboard oder über zwei Waschbecken im Bad (anstatt zwei kleineren Spiegeln).

 

Spiegel nehmen auf diese Weise nicht nur die Länge eines Möbels oder eines Raumes auf, sie reflektieren Licht, schaffen die Illusion, ein Raum ginge hinter ihnen noch weiter, und sie gestalten letztlich auch noch Wände, ohne sich hervorzutun.

 

Suchen Sie für einen Ihrer Räume jedoch noch einen Fokuspunkt, dann darf es auch ein Spiegel sein, der sich hervorhebt: mit einem außergewöhnlichen Rahmen, vielleicht ein traditionelles Stück aus China oder sogar ein Erbstück.

5. Multifunktionale Möbel

 

a) Immer wieder habe ich Kunden, die glücklich über eine Hocker-/ Tischvariantion im Wohnzimmer sind. Stellt man den Hocker an das Sofa, verlängert man die Sitzfläche bei Bedarf. Wird ein Tisch gebraucht, stellt man kurzerhand ein Tablett auf den Hocker und hat so genug Platz für Gläser.

 

b) Benötigen Sie manchmal 8 Stühle am Esstisch, für den Alltag genügen Ihnen aber 4-6? Und Sie möchten aber nicht, dass Ihr Esszimmer wie eine Möbelausstellung wirkt?

 

Dann empfehle ich, alle 8 Stühle im gleichen Design anzuschaffen und die nicht ständig benötigten in der Wohnung sinnvoll zu verteilen: ein Stuhl im Eingangsbereich, als Ablage für Taschen etc., einer vor dem Kleiderschrank oder im Flur vor einer unmöblierten Wand. Es ist quasi wie ein kleines Thema, das sich so wiederfindet, ohne eine extra Möblierung zu sein.

 

c) Truhen sind wahre Raumwunder. Als Tisch bieten sie große Oberflächen, im Inneren verstauen Sie nicht ständig benötigte Dinge wie: Zeitschriften, Bettwäsche, Kissen, Plaids, etc.

6. Setzen Sie alles auf eine Farbe – Räume monochrom gestalten

Ein Farbton in feinen Abstufungen, denken Sie zum Beispiel an die Palette der Latte Macchiato-Farben.  Sie sehen nicht nur stilvoll und edel aus, sie bringen auch Ruhe und optische Großzügigkeit in den Raum. Variieren Sie statt Farben die Materialien, ebenso die Oberflächen.

7. Lieben Sie große Möbel

Richtig gelesen – weg mit dem Irrglauben, große Möbel würden Räume kleiner erscheinen lassen. Sind große Möbel ein Fokus in einem Raum und steht der Rest der Möbel nicht im Wettstreit mit dem Eyecatcher, dann ist das Ergebnis in jedem Fall gefälliger als ein Sammelsurium an Kleinmöbeln – frei nach dem Prinzip – da ist noch Platz – da kann noch was hin….

Mit 8 Profi-Tricks die maximale Fläche aus Ihre Wohn(t)Räumen holen

8. Tageslicht statt Drapierkünste

Keine Frage, so mancher Raumausstatter vollbringt wahre Verpackungskünste, wenn es um die Gestaltung der Fenster geht – von denen dann allerdings am Ende oft wenig übrige bleibt –  Tageslicht noch weniger.

 

Stellen Sie sich vor, Sie würden eine Wohnungsbesichtigung machen. Eines der sicher wichtigsten Faktoren, die Sie wahrnehmen ist, ob die Wohnung hell und dadurch freundlich und idealerweise dann auch sonnig ist.

 

Warum dann später diese idealen Lichtbedingungen hinter unzähligen Metern gerafftem Samt & Co aussperren?

 

Ihre Wohnung ist keine Theaterbühne, oder doch? Wenn ja – dann heben Sie sich diese Dramaturgie für Ihren Salon oder das Zimmer mit der Clubatmosphäre auf und lassen Sie in die übrigen Räume so viel Licht als möglich.

 

Sichtschutz oder das Ausblenden unschöner Aussichten kann auch transparent gestaltet werden.

Fenster ohne jegliche Jalousien etc. sorgen in jedem Fall für mehr optische Raumgröße.

Lust bekommen, auf räumliche Veränderungen. Wie wäre es damit, gleich dieses Wochenende damit anzufangen?

Erzählen Sie mir von Ihren (weiteren) Raum-Experimenten, denn mit meinen 8 Tricks sind die Möglichkeiten für mehr optische und tatsächlich nutzbare Fläche längst nicht ausgeschöpft!

MARTINA VELMEDEN

Personal Branding für Lebens(t)räume

Als Interior Stylistin und Einrichtungsexpertin entwickle ich seit 18 Jahren Konzepte für persönliche Lebens(t)Räume – Räume mit einer einzigartigen Handschrift – einem Personal Branding.

Lassen Sie uns in einem unverbindlichen, kostenfreien ERSTGESPRÄCH gemeinsam herausfinden, wie ich Sie bei der Entwicklung Ihres Personal Brandings unterstützen darf.

Ich freue mich auf Ihre Nachricht. Martina Velmeden

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